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Verl

Kammertöns Haltestelle in Bornholte

(2006)


Der Name Verl wird bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. In einer Urkunde im Staatsarchiv Osnabrück aus dem Jahre 1264 erscheint erstmalig die Bezeichnung Verlo. Sie bezieht sich wohl auf den Hof Meier zu Verl, der zu einer Gruppe von Hofstätten gehörte, die vermutlich seit der Jahrtausendwende am Rande des so genannten Verler Feldes in unmittelbarer Nähe des Ölbaches entstanden waren.

Einige ältere urkundliche Erwähnungen von Höfen aus den Bauerschaften des Verler Landes liegen aus dem Jahr kurz nach 1100 (Hofstelle Krax ("de crakcashart"="Krähenwald")) und dem Jahr 1153 (Hofstellen Liemke ("Lindbike") und Ebbinghaus ("Ebbekenhusen")) vor.

Im Jahr 1512 wurde in der Bauerschaft Verl eine Kapelle erbaut. Diese wurde um 1577 zur Pfarrkirche erhoben und bildete seitdem den Mittelpunkt des aus den Bauerschaften Verl, Sende und Bornholte bestehenden Kirchspiels Verl. An dieser Stelle veranlasste Graf Wenzel Anton von Kaunitz-Rietberg 1792 den Bau der St. Anna-Kirche. Die klassizistische Hallenkirche wurde 1801 fertiggestellt.

Unter dem letzten Fürsten von Kaunitz verlor die Grafschaft Rietberg, zu der Verl seit dem 13. Jahrhundert gehörte, ihre Selbständigkeit, als sie im Jahr 1807 dem von Napoleon neu gebildeten Königreich Westfalen zugeschlagen wurde. Aus der Grafschaft wurden zwei Verwaltungsbezirke (Rietberg und Neuenkirchen), Kantone genannt, gebildet. Nach dem Wiener Kongress gelangte das Gebiet 1815 an Preußen und wurde 1816 in den neu gegründeten Kreis Wiedenbrück eingegliedert. 1822 verkaufte Fürst Alois von Kaunitz die Grafschaftsgüter an den Rittergutsbesitz Friedrich Ludwig Tenge zu Niederbarkhausen.

Am 1. Juli 1838 wurde die Kantonsverwaltung von Neunkirchen nach Verl verlagert. Die zuvor zum Kanton Rietberg gehörigen Gemeinden Österwiehe und Liemke mit dem Dorf Kaunitz wurden dem neuen Kanton Verl zugeschlagen.

Im Gefolge der preußischen Landgemeindeordnung vom 31. Oktober 1841 wechselte die Bezeichnung: Aus dem Kanton wurde das Amt Verl mit 6.786 Einwohnern.

Durch die kommunale Neugliederung am 1. Januar 1970 ging das damalige Amt Verl in die neuen Grenzen mit den Ortsteilen Bornholte, Verl, Sürenheide, Sende und Kaunitz in die heutige Gemeinde Verl auf.




































































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